Marion Wood

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Marion Wood  MSc ARCM(PG)

 

Anstellungen

 

Aktuelle und kürzliche

Seit September 2014 unterrichtet Frau Wood „Musikpsychologie“ an der Musikhochschule der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Im Sommersemester 2015 leitete sie das aktuelle Orchesterprojekt der Musikhochschule und setze sich auch danach weiter für Orchester Training für Junge MusikerInnen ein. Ab dem Wintersemester 2016 unterrichtet sie auch Ensemble-Leitung und Dirigirtechnik.

 

Im Jahr 2008 nahm Frau Wood den Posten der Musikdirektorin des Exeter Music Group Symphony Orchestras (EMG; Exeter) an. Mit diesem Orchester hat sie eine Vielzahl großer sinfonischer Werke aufgeführt, darunter Sibelius V, Elgar II, II Mahler, Strawinskys „Le Sacre du Printemps“, Holsts „Planeten,“ Mahler VIII sowie Vaughan Williams „Sea Symphony.“ Diese Konzerte wurden u.a. in der Great Hall in Exeter und der Exeter Cathedral unter Einbindung hervorragender junger Solisten aufgeführt (Alexandra Dariescu, Thomas Gould). Ihr letztes Konzert im April 2016 war das „War Requiem“ von Britten. Vergangene Konzerte finden Sie hier:

 

 

 

Vergangene Anstellungen (Herbst 1994 — Sommer 2013)

 

Chor, Orchester

Während sie am Royal College of Music in London studierte, war Marion Wood einige Zeit als Assistentin des London Philharmonic Choirs beschäftigt. Beim Verlassen des Colleges, wurde Frau Wood zur künstlerischen Leiterin und Dirigentin des Keele Bach-Choirs und Orchesters berufen. Im Jahr 1996 wurde sie künstlerische Leiterin und Chefdirigentin des Philharmonischen Orchesters Keele und unterrichtete u.a. StudentInnen und Orchestermitglieder im Dirigieren. 1997 wurde sie zur Chormeisterin des Philharmonischen Chors Belfast (Nord-Irland) ernannt. Im August 1999 gründete Frau Wood das Romantic Symphony Orchestra, um einen authentischen Ansatz zur Erkundung romantischen Repertoires zu entwickeln. Das Orchester gab bis 2006 sechs bis sieben Konzerte pro Jahr.

 

Höhepunkte ihrer Zeit als Dirigentin des Keele Bach-Chors (1995-9) bilden zwei Kooperationen mit dem Birmingham Ensemble Conservatoire „Capelle,“ welches auf historische Aufführungspraktiken spezialisiert ist, und eine gemeinsame Tour mit dem Keele Philharmonic Orchestra und Mit-gliedern des philharmonischen Chors Belfast in die Tschechische Republik, einschließlich einer Aufführung im Dvorak-Saal des Rudolfinum in Prag.

 

Konzerte mit dem philharmonischen Chor Belfast (1997-2004) umfassten u.a. die Direktion des Chors und Ulster Orchestras in der Waterfront Hall im April 2000. Im Jahr 2001 inszenierte Frau Wood die Irland-Uraufführung einer Rekonstruktion von Bachs „Markus-Passion” in der Ulster Hall, und im Jahr 2002 die Rachmaninov „Vespern.” Im November 2002 dirigierte sie „The Dream of Gerontius“ im Rahmen des Belfast Festivals und im April 2003 gingen die Mitglieder der Chors auf Tournee nach Malta, um unter ihrer Leitung mit dem Orchester des Jeunesse Musicales Malta zu arbeiten. Im Jahr 2003 leitete sie eine doppelte Aufführung von „Carmina Burana“ und „Belshazzar Fest“, wiederum im Rahmen des Belfast Festivals.

 

Im Januar 2004 wurde Marion Musikdirektorin der North Herts Guild of Singers, mit denen sie ein breites á cappella Repertoire einstudierte, von mittelalterlicher Musik bis hin zu Vaughan-Williams „Sea Symphony“ im März 2006. Sie arbeitete weiterhin mit dem Kammerchor Bon Accord in Belfast, der unter anderem Werke von Copland (z.B. „In the Beginning“) aufführte und zwei CDs von á cappella Psalmen aufnahm.

 

Zwischen 2000 und 2005 arbeitete Marion als Orchester-Managerin und Probendirigentin mit dem National Youth Orchestra of Ireland. Diese Rolle beinhaltete alle Aspekte der Orchester-und Bühnendirektion von der Beratung bei der Probenplanung (zeitlich und inhaltlich) bis hin zur Durchführung von Einzelstimmenproben und frühen Tutti-Proben. Während dieser Zeit assistierte sie Andrey Boreyko, Eri Klas, Alexander Annissimov, Takuo Yuasa, Bill Eddins und Atso Almila. Sie unterstützte Alexander Annissimov 2002 bei der Vorbereitung der Aufführungen von Wagners Ring-Zyklus (Komplettfassung). Im Sommer 2004 führte sie die Europa-Premiere von Philip Hammonds „Carnevalesque“ in der Symphony Hall Birmingham, in Veere (Niederlande) und im Konzerthaus Berlin.

 

Zwischen 2005 und 2008 war Frau Wood Chefdirigentin des London Irish Symphony Orchestras, das sich auf irische Komponisten spezialisierte. Höhepunkte waren die erste britische Aufführung von Kinsellas dritter Symphonie, sowie Premieren von Solfa Carlisle und Graeme Stewart. Pirastro sponserte zudem eine Zusammenarbeit mit Berent Korfker für ein russisches Programm in der Cadogan Hall, London.

 

 

Oper und Musiktheater

Bereits in jungen Jahren hatte Frau Wood ein großes Interesse für das Schauspiel, und war in etliche Produktionen — von Shakespeare bis zu Komödien-Workshops — involviert. Als sie später an der Universität Keele Gesang und Dirigat studierte, entwickelte sie natürlicher Weise ein Interesse für die Oper. Nachdem sie ihr Studium am Royal College of Music abgeschlossen hatte, gründete sie eine Musiktheater-Gruppe („Torn Halves”), mit einem Choreographen und einem Direktor, und führte Kurt Weills „Die Sieben Todsünden” und Purcells „Dido and Aeneas” auf (Bloomsbury Theatre, London). Später dirigierte sie die Techno-Oper („Venus”) von Jacques van Rhijn (Hackney Empire). Daraufhin wurde sie eingeladen, Hindemiths „Sancta Susanna” (Goldsmiths Studio Theatre) zu leiten. Darüber hinaus dirigierte Marion Verdis „La Forza del Destino” für die Candid Opera Company, eine Produktion die in vielen Sälen Ost-Englands spielte. Weitere dirigierte Werke sind Mozarts „Così fan Tutte" (Greenwich Theatre) und Bernsteins „West Side Story” (Northcott Theatre, Exeter). Kleinere Produktionen umfassen eine Adaption von Teilen von Gounods „Romeo & Juliette” für ein Jugendoper-Projekt in Nord-Irland und eine Kollaboration mit dem live-video- Künstler Tom Heycock, um Waltons „Belshazzar’s Feast” in der 291 Art Gallery, London, aufzuführen (2003). Sie dirigierte darüber hinaus die Akte 3,4 und 5 von Debussys “Pelléas et Mélisande” mit ‘I Maestri’ in London.

 

 

Komponieren und Arrangieren

Frau Wood beschäftigte sich mit Komposition und Arrangement während ihres Studiums an der Universität Keele. Diese Fähigkeiten hat sie nach ihrem Studium stets weiterentwickelt. Sie hat einige kürzere Stücke für verschiedene Chöre geschrieben und mehrere beliebte Melodien für das Blasorchester der Universität Exeter arrangiert. In 2009 komponierte sie ein Stück für eine Hilfsgüterkiste „Shelterbox” für ein wohltätiges Konzert. Erst kürzlich wurde sie beauftragt, ein 20-minütiges Orchester- und Chor-stück und eine 2-minütige Fanfare für 10 Bläser zu schreiben, um den Besuch der Queen an der Universität Exeter am 2. Mai 2012 zu begehen. Weitere Kompositionen umfassen eine Oper für ein dekonstruiertes Klavier und Elektronik, sowie ein Stück für eine Viertelton-Querflöte und Streicher.

 

 

Universitäre Anstellungen

Im Jahr 2006 wurde Frau Wood zur Musikdirektorin der University of Exeter ernannt, um nach der Schließung des dortigen Music Departments ein Stipendiaten- und Studienprogramm für solche Studierende zu konzipieren, die Musik nicht als akademische Disziplin studieren. Dies bedeutete die Integration von StudentInnen, für die Musik eine Freizeitbeschäftigung war, mit denjenigen, die nach Abschluss eines ersten Bachelor-Studienfachs an der University of Exeter eine professionelle Musikerlaufbahn anstreben würden. Das von Frau Wood entworfene und national bekannte Konzept beinhaltete eine Vielzahl von Musik- und Trainingsansätzen, die u.a. zur Aufführung von Tippetts „A Child of our Time“ in der Exeter Cathedral, der „West Side Story“ im Exeter Northcott Theater, sowie einiger sehr erfolgreicher pädagogischer Konzerte mit Filmmusik von „Fluch der Karibik“ und „Harry Potter“ führte. Im Juni 2011 dirigierte sie ei-ne komplett choreographierte Version von „Carmina Burana“ im ausverkauften Northcott Theatre.

 

Als Musikdirektorin an der University of Exeter, Lehrbeauftragte der University of Plymouth, sowie Lehrbeauftragte am Exeter Drama Department gab sie Vorträge, Workshops und Studienwochenenden zu folgenden Themen:

 

• Interpretation: Barock, Klassisch, Romantisch und Modern, mit einem speziellen Fokus auf ländertypischen Stil in spätromantischen Werken.

• Die Psychologie und Soziologie von Musik: Selbst-Vergegenwärtigung und Gruppendynamik beim Musizieren; Lampenfieber; Kommunikation mit dem Publikum.

• Praktische Ausführungen und Übungen zu der Physik von Klangfarbe und Temperament, Singen mit exzellenter Stimmung und Intonation.

• Die Geschichte des Musiktheaters

• Notenlesen: die Grenzen des westlichen Notensystems (für InstrumentalistInnen und SängerInnen). „Chunking” („Bündelung”) als Strategie um geschriebene Musik besser zu verarbeiten.

• Direktion: für Anfänger und Fortgeschrittene; u.a. Technik, Hörtechniken, und soziale Dynamiken von auftretenden Ensembles.

 

Um einige dieser Forschungsinteressen weiter zu verfolgen, absolvierte Frau Wood in 2012–13 einen Vollzeit-Master-Studiengang in psychologischen Forschungsmethoden. Ihre Masterstudie beschäftigt sich mit dem Notenlesen von Pianisten.

 

Bildungsweg: Dirigentin

Undergraduate

Frau Wood studierte Musik und Elektronik an der University of Keele; im ersten Jahr Gesang und Klavier, später Gesang und Komposition. Sie führte den Chapel Choir und erhielt anschließend mehrere Stipendien, um mit Terence Lovett (New London Music Society; jährliche Summer School) und später mit George Hurst (Canford Summer School of Music) zu studieren.

 

Sie wurde zunächst zum Junior und dann zum Senior Organ Scholar ernannt und studierte Direktion in ihrem dritten Prüfungsjahr. Im Verlauf des letzten Jahres in Keele führte sie alle universitären Musikensembles, einschließlich des philharmonischen Chors und Orchesters, dem Blasorchester und dem Ensemble für Neue Musik. Sie leitete den Chor des Music Departments in seinen Proben für die Aufführung von Dimitri Smirnovs Oper „Klagelieder von Thel“ und leitete ein Concerto Orchestra im Rahmen der Abschlussprüfung. Ihre Arbeit mit der Drama Society beinhaltete die musikalische Leitung des Musicals „Godspell,“ die Komposition und Aufnahme der Musik eines Spielfilms und Bühnenmusik für zwei Shakespeare-Stücke. Sie wurde mit dem Jim Roberts Memorial Prize ausgezeichnet sowie mit lebenslanger Mitgliedschaft in der Students‘ Union für ihren Beitrag zum Musizieren an der Universität.

Marion_Wood_Dirigentin

Technische Fähigkeiten

Mit ihrem Studium der Elektronik (Keele) verfügt Frau Wood über ausführliche Kenntnisse in den Bereichen Tontechnik, Programmierung, Akustik und Aufnahmetechnik.

 

Das jüngst absolvierte Masterstudium in psychologischen Forschungsmethoden (Universität Exeter, 2012-2013) erforderte umfangreiche Kenntnisse in Computer-Programmierung und statistischer Datenanalyse, u.a. für die Gestaltung eines Programms zum Testen von Notenlesenfähigkeiten von PianistInnen.

 

Marion hat drei iPad-Apps veröffentlicht, die auf ihren Erfahrungen als Musikerin basieren: eine App, mit der Kinder lernen können, Rhythmus vom Blatt zu lesen; sowie zwei Apps mit denen man das Singen vom Blatt erlernen bzw. einfacher durchführen kann.

Informationen zu den Apps sind hier zu finden:

 

http://www.woodchuck-rhythm.moonfruit.com (Rhythmus-App für Kinder)

http://www.play-my-note.com (App für ChorSängerInnen mit wenig Erfah-rung im Notenlesen)

http://www.sight-sing-app.com (App zum Erlernen des Notenlesens).

Postgraduate

Im Jahr nach ihrem Abschluss studierte sie bei Laurence Leonard am Morley College in London und wurde am Royal College of Music zum Postgraduate Kurs im Dirigieren zugelassen. Höhepunkte ihres ersten Jahres am Royal College of Music beinhalten eine Produktion von Kurt Weills „Die Sieben Todsünden“ und eine Workshop-Aufführung von Brahms „Ein Deutsches Requiem“ mit dem London Philharmonic Choir und einem studentischen Orchester. Für diese Aufführung wurde sie mit dem Dulcie Nutting Prize for Choral Work ausgezeichnet. Sie setzte die Arbeit mit dem London Philharmonic Choir als Assistentin des Chors für eine Tour durch Spanien und Konzerte in der Festival Hall fort und dirigierte das Abschlusskonzert der Saison 93/94 als Chormeisterin.

 

In ihrem zweiten Jahr unterstützte Frau Wood Sir David Willcocks bei der Vorbereitung des Chors und Orchesters des Royal College of Music für eine Aufführung von Bachs „St. Matthäus-Passion“ und gewann den Janet Blacklock Memorial Award for Conducting. Ihre Masterclasses umfassten u.a. Waltons Violakonzert mit George Hurst, und Bergs Chamber Concerto mit Odaline de la Martinez.

 

Weiterführende Studien

Weitere Studien umfassen Besuche an der Academia Chigiana, Sienna, um mit Maurizio Dones und Gianluigi Gelmetti zu studieren, sowie mit Diego Masson an der Dartington Summer School (England). Sie nahm an den Dublin Masterclasses mit Gerhard Markson teil (Juni 2001) und reiste im September 2002 nach Minsk, um Masterclasses im Bolschoi-Theater für Oper und Ballett, sowie des dortigen philharmonischen Orchesters zu besuchen. Sie setzte ihr Studium mit Atso Almila an der Sibelius Akademie in Finnland im Rahmen von Sommerkursen in Seinäjoki fort, und assistierte Almila danach mehrfach als Assistentin.

 

 

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